Beschwerden im Alltag – die ersten Symptome einer Rhizarthrose
Eine Rhizarthrose schleicht sich oft ganz leise in den Alltag ein. Am Anfang treten die Schmerzen meist nur bei punktuellen Belastungen auf, die eine Drehbewegung oder einen kräftigen Druck mit dem Daumen erfordern. Sie spüren vielleicht ein Ziehen in der Daumenwurzeln, wenn Sie eine schwere Einkaufstasche tragen oder im Garten zur Heckenschere greifen.
Charakteristisch für die Rhizarthrose ist ein stechender oder bohrender Schmerz direkt am Übergang zwischen Daumen und Handgelenk.
Mit der Zeit können diese Beschwerden auch in Ruhephasen auftreten oder sich als typischer Anlaufschmerz bemerkbar machen. Im fortgeschrittenen Stadium lässt sich oft eine Schwellung oder knöcherne Verdickung am Handgelenk feststellen. Manchmal reiben die Knochen aufgrund des fehlenden Knorpels sogar hörbar aneinander, was Sie als betroffene Person als unangenehmes Knirschen wahrnehmen.
All diese Anzeichen deuten darauf hin, dass die schützende Knorpelschicht im Gelenk dünner wird und der Körper versucht, die Instabilität durch Knochenneubildung auszugleichen.
Konservative Behandlung zur Linderung der Beschwerden
Die gute Nachricht ist, dass eine Diagnose nicht automatisch eine Operation zur Folge hat. Im Gegenteil, konservative Therapien und das konsequente Tragen einer Rhizorthese kann zu einer deutlichen Linderung der Schmerzen und zum Erhalt der Handfunktion beitragen.
Das Hilfsmittel fixiert das Sattelgelenk in einer stabilen Position und verhindert schmerzhafte Fehlbewegungen, während die restlichen Finger mobil bleiben. Sanitätshäuser bieten Ihnen diskrete und funktionale Lösungen, die Sie im Alltag kaum einschränken.
Ergänzend kommen entzündungshemmende Salben oder Kälte- und Wärmetherapien zum Einsatz, um akute Schübe zu lindern. Mit gezielter Ergotherapie lassen sich gelenkschonende Grifftechniken erlernen und die Muskulatur rund um den Daumen kräftigen.
Die Behandlung verfolgt zwei Hauptansätze: Einerseits die schnelle Schmerzfreiheit und andererseits die Reduktion des Entzündungsprozesses im Gelenk.
Wer ist von Rhizarthrose betroffen und was sind die Ursachen?
Die Ursachen für den Gelenkverschleiß am Daumen sind vielfältig, die Hauptrolle spielt aber zweifellos das Alter. Statistisch gesehen leiden Frauen nach den Wechseljahren deutlich häufiger unter einer Rhizarthrose als Männer. Experten vermuten hier einen hormonellen Zusammenhang, da die Lockerung der Bänder im Handbereich dazu führen kann, dass das Gelenk die Stabilität in der Pfanne verliert.
Zusätzlich spielen auch genetische Veranlagungen und lebenslange Beanspruchung sowie frühere Verletzungen eine Rolle. Wenn Sie beruflich viel mit den Händen arbeiten oder über Jahrzehnte hinweg monotone Greifbewegungen ausführen, ist das Risiko statistisch erhöht. Auch Kapselverletzungen oder Brüche am Daumen in der Vergangenheit, können die Entstehung einer solchen Arthrose begünstigen.
Folgen einer Nichtbehandlung bei Rhizarthrose
Wenn Sie die Schmerzen ignorieren oder sie nur als „Alterswehwehchen“ antun, riskieren Sie eine dauerhafte Versteifung und Fehlstellung des Daumens. Eine unbehandelte Rhizarthrose führt zu einem fortschreitenden Knorpelabbau, bis schließlich Knochen auf Knochen reibt. Das bringt chronische Schmerzen und eine sichtbare Deformation der Hand mit sich. Der Daumen wandert weiter in Richtung der Handinnenfläche, die sogenannte Adduktionskontraktur sorgt dafür, dass die anderen Finger die Greiffunktion nicht mehr kompensieren können. Bei Verdacht auf eine Rhizarthrose ist daher der Besuch bei einem Arzt wichtig, um schnellstmöglich gegenzusteuern.

