Kleintransporter: für einzelne Möbel und Baumarktfahrten
Ein VW Caddy oder Opel Combo lässt sich mit dem normalen Pkw-Führerschein bewegen und deckt kleinere Lasten ab. Mit rund 3 bis 5 Kubikmetern reicht der Laderaum für einen einzelnen Schrank, den Wochenendeinkauf im Baumarkt oder Kurierfahrten.
Etwas mehr Reserve bieten Citan und Vito von Mercedes-Benz. Sie passen zu Umzügen im kleinen Rahmen, zum Materialtransport im Handwerk und zum Abholen gebrauchter Möbel. Weil ihre Maße eher an einen Pkw erinnern als an einen ausgewachsenen Kastenwagen, kommen auch ungeübte Fahrer sofort damit zurecht.
Der Sprinter: Klassiker für den Wohnungsumzug
Kein anderes Modell wird so häufig gebucht. Je nach Aufbau stehen 9 bis 15 Kubikmeter zur Verfügung – genug für den Hausstand einer Zwei- bis Dreizimmerwohnung. Kasten- und Kofferaufbauten, kurze und lange Radstände sowie Hochdach-Varianten decken vom Privatumzug bis zur Baustellenfahrt fast jeden Zweck ab.
Die meisten Sprinter bleiben beim zulässigen Gesamtgewicht unter der Marke von 3,5 Tonnen und sind damit für Inhaber der Klasse B freigegeben. Achten Sie trotzdem auf die Nutzlast: In das Gesamtgewicht fließen Leergewicht, Tankinhalt, sämtliche Mitfahrer und die gesamte Zuladung ein.
Wer einen Sprinter mieten möchte, sollte das Gewicht der Ladung daher nicht zu optimistisch schätzen. Möbel, Umzugskartons und drei Personen an Bord bringen das Fahrzeug schneller an die Grenze, als viele erwarten. Im Zweifel lohnt sich der Griff zur nächstgrößeren Klasse.
3,5-Tonner: mehr Volumen, gleiche Fahrerlaubnis
Diese Klasse liegt zwischen kompaktem Lieferwagen und Lkw: deutlich mehr Stauraum, aber weiterhin mit dem gewöhnlichen Pkw-Führerschein zu fahren. Für eine kleinere Wohnung, eine Handvoll größerer Möbel oder umfangreichere Handwerkeraufträge ist das die passende Wahl.
Damit ist zugleich die Obergrenze erreicht, wenn Sie einen Transporter mieten und dafür keine zusätzliche Fahrerlaubnis erwerben wollen. Bis 3,5 Tonnen genügt die Klasse B – vom Caddy bis zum langen Sprinter fällt fast die gesamte Mietflotte darunter.
7,5-Tonner: hier wird C1 fällig
Bei großen Umzügen und gewerblichen Fuhren führt kaum ein Weg an dieser Kategorie vorbei – vorausgesetzt, die Fahrerlaubnis C1 liegt vor. Gegen Aufpreis gibt es die Fahrzeuge meist mit Ladebordwand, was schweres Gerät ohne Hebearbeit in den Laderaum bringt.
Im Vorteil ist, wer noch eine Fahrerlaubnis der alten Klasse 3 besitzt: Damit sind Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen ohne Zusatzqualifikation erlaubt. Zu bedenken ist außerdem die Maut – oberhalb von 3,5 Tonnen wird sie auf Autobahnen und Bundesstraßen fällig.
Ausstattung, die Zeit spart
Zurrösen, Antirutschmatten und eine stabile Trennwand gehören bei den meisten Mietfahrzeugen zur Grundausstattung. Sackkarre, Möbelgurte oder Decken lassen sich bei vielen Anbietern gegen eine kleine Gebühr dazubuchen – günstiger als der Verleih im Baumarkt und direkt am Abholort verfügbar. Fragen Sie außerdem nach der Höhe der Ladekante: Bei schweren Waschmaschinen oder Werkbänken entscheidet sie darüber, ob zwei Personen reichen.
Praktische Hinweise vor der Abfahrt
Die Dimensionen eines Transporters werden am Anfang gern unterschätzt. Nehmen Sie sich vor dem Losfahren ein paar Minuten für eine Proberunde, um ein Gefühl für Länge, Breite und das Rangieren zu bekommen. Am häufigsten übersehen wird die Höhe: Tiefgaragen und niedrige Durchfahrten verursachen einen Großteil der Schäden an Mietfahrzeugen.
Reservieren Sie rechtzeitig, wenn Ihr Termin auf ein Monatsende, ein Wochenende oder einen klassischen Umzugstag fällt. Mitten in der Woche ist die Auswahl größer und der Preis häufig niedriger. Prüfen Sie beim Angebotsvergleich auch die enthaltenen Freikilometer, die Höhe der Kaution und die Regelung zum Tanken bei der Rückgabe.
Eine Vollkaskoversicherung mit niedriger Selbstbeteiligung ist den Aufpreis fast immer wert – ein kleiner Kratzer beim Rangieren kostet sonst schnell ein Vielfaches.

