HeelsHub entstand noch vor der großflächigen Invasion aus der Idee heraus, bequeme High-Heels-Tanzschuhe ohne Kompromisse zu schaffen. Ohne Schmerzen, ohne Scheuerstellen und ohne die Angst, dass der Absatz beim Training bricht. Einfach ein Paar Schuhe, das wirklich Halt gibt und die Bewegung nicht einschränkt.
Dann begann der Krieg. Doch anstatt stehen zu bleiben, arbeitete das Team von HeelsHub weiter. Statt die Produktion einzustellen, wurde sie konsequent ausgebaut. Neue Modelle entstanden, Websites für andere Länder gingen online, internationale Kund:innen kamen hinzu – und heute tragen Tausende von Tänzerinnen weltweit HeelsHub-Schuhe in ihren Studios.
Diese Geschichte handelt nicht von großen Worten. Sondern von einem Unternehmen, das standgehalten hat und weiter wächst. In der Ukraine. Während des Krieges.
Wie alles begann
HeelsHub wurde in der ukrainischen Stadt Dnipro gegründet. Am Anfang standen nur wenige Modelle für High-Heels-Tanzschuhe. Ohne überhöhte Preise, ohne lautes Marketing. Nur mit dem klaren Ziel, Schuhe zu entwickeln, in denen man täglich komfortabel trainieren kann. Das Team testete jedes Paar selbst: Passform, Sohle, Absatzhöhe, Fixierung – alles wurde geprüft, damit der Absatz nicht stört, sondern beim Tanzen unterstützt. Sie wussten aus eigener Erfahrung, was Schmerzen, aufgescheuerte Zehen und wackelige Absätze bedeuten, und hatten daher ein klares Bild davon, wie gute High-Heels-Tanzschuhe sein müssen.
Die Produktion war klein, vieles wurde in Handarbeit gefertigt. Der Fokus lag auf Präzision und Qualität. Die Materialien wurden nicht nach dem Prinzip „so günstig wie möglich“ ausgewählt, sondern danach, ob sie formstabil, rutschfest und sicher im Studio sind. Verwendet wurden Naturleder, Wildleder, Eco-Leder und Mesh – denn jede Tänzerin hat ihre eigenen Vorlieben.
Von Anfang an wurden verschiedene Absatzhöhen angeboten – 9 cm, 10 cm und höher. Denn jede Tänzerin hat ihr eigenes Level. Durchdacht wurde jedes Detail:
- die Leistenform,
- die Schnürung,
- die Riemen.
Zu Beginn gab es nur Basisfarben – Schwarz, Weiß und Beige. Genau die Farben, mit denen viele starten. Doch schon damals waren es Schuhe, in denen man wirklich jeden Tag tanzen wollte. Die Entscheidung zwischen „bequem“ und „stylisch“ stellte sich nicht – es war beides.
Diese Formel gilt bis heute. Arbeiten, testen, verbessern. Aber dabei blieb es nicht.
Standgehalten und weitergegangen
Im Jahr 2022 begann der großflächige Krieg. Dnipro war keine ruhige Region mehr – Beschuss, Luftalarme, instabile Logistik. Viele Unternehmen schlossen, zogen weg oder legten alles auf Eis. Wachstum schien unmöglich. Doch das HeelsHub-Team entschied sich bewusst fürs Weitermachen. Sie schlossen nicht, sie gingen nicht – sie passten sich an. Die Produktion lief unter neuen, schwierigen Bedingungen weiter, mit Unterbrechungen und Risiken, aber sie blieb bestehen.
Und diese Entscheidung zahlte sich aus. Denn trotz des Krieges hörte das Tanzen in der Ukraine nicht auf. Für viele wurde es zu einer Stütze, einem Ventil, einer Möglichkeit, innerlich stabil zu bleiben, während ringsum alles brannte. Und genauso wichtig war es, Schuhe zu haben, in denen man sich sicher bewegen kann – ohne Angst bei jedem Schritt.
Seit 2022 hat HeelsHub die Produktion nicht nur gehalten, sondern das Sortiment erweitert. Neue Farben und überarbeitete Modelle kamen hinzu.
2025 folgte eine eigene Linie für Pole Dance. Ergänzt wurden:
- Sandalen,
- Overknee-Stiefel,
- Ankle Boots,
- klassische Heels.
Genau das, worauf Tänzerinnen in Studios im ganzen Land gewartet hatten.
Zur gleichen Zeit begann die Zusammenarbeit mit der amerikanischen Marke Pleaser. Zunächst mit Testlieferungen, später als vollständige Sortimentserweiterung. Heute findet man bei HeelsHub sowohl Pleaser-Originale als auch eigene Entwicklungen für High Heels Dance.
In dieser Phase trat HeelsHub auch in den europäischen Markt ein. Tänzerinnen aus Polen, Tschechien, Frankreich, Deutschland, Großbritannien sowie aus den USA können die Schuhe nun über lokale Websites bestellen und einen ukrainischen Brand in ihren Studios tragen.
Der Versand funktioniert selbst unter Kriegsbedingungen stabil. Bestellungen innerhalb der Ukraine werden innerhalb von 1–2 Tagen bearbeitet. Lieferungen nach Europa, Deutschland und in die USA erfolgen über lokale Shops und eine gut etablierte internationale Logistik.
Der Krieg hat HeelsHub nicht gebrochen – er hat das Unternehmen stärker gemacht. Und heute klingt dieser ukrainische Brand aus Dnipro selbstbewusst auf den Tanzböden von Studios von Warschau bis New York.

