Vielleicht kennt noch jemand die folgende Situation: Der Urlaub neigt sich dem Ende zu, es geht wieder zurück nach Hause. Die Koffer voller getragener Kleidung und Reisesouvenirs werden unter Ächzen und Stöhnen in den Hausflur gewuchtet. Eine Hand kramt derweil nach dem Schlüssel in der Jackentasche.
Endlich kann die Haustür aufgeschlossen werden – doch dahinter kommt nicht das gemütliche Zuhause zum Vorschein, sondern ein einziges Chaos.
Die Kleidungsstücke, die es beim Kofferpacken nicht mit in die Reisetasche geschafft haben, liegen verstreut auf dem Boden. Die Teller vom letzten Essen daheim warten noch in der Spüle auf ihre Reinigung. Und auf Fußboden und Mobiliar hat sich auch noch eine dicke Staubschicht angesammelt.
Na toll, bei einem solchen Anblick verfliegen die Reste der Urlaubsstimmung in Windeseile. Statt in Ruhe an die schönen Momente der Reise zurückzudenken, heißt es jetzt erstmal: Die Ärmel hochkrempeln und die Wohnung wieder auf Vordermann bringen.
Wer darauf beim Nachhausekommen so gar keine Lust hat, sollte bereits vor der Abreise für Ordnung sorgen.
Aufräumen vor der Abreise: Sieben Tipps für ein schnelles Ergebnis
Großreinemachen vor der Fahrt in den Urlaub – das klingt nach noch mehr Stress. Dabei kann allein das Kofferpacken und die Koordination der Abreise bereits an den Nerven zerren. Ist es da nicht sinnvoller, das Chaos Chaos sein zu lassen?
Nein, denn eine unordentliche Wohnung kann die Psyche belasten und damit dem Urlaubsvergnügen einen Strich durch die Rechnung machen. Ob Badespaß, Wanderung oder Roadtrip – immer hat man noch einen Gedanken im Hinterkopf: Zu Hause muss ich erstmal putzen.
Mit einem solchen Gedankenkarussell verliert der Urlaub schnell die erholsame Wirkung, die er eigentlich haben soll.
Statt sich auf der Reise über die Unordnung daheim zu grämen, ist es viel schöner, sich auf ein sauberes und einladendes Heim freuen zu können.
Ja, das macht zwar zunächst Arbeit, aber der Aufwand lohnt sich.
Zudem können die folgenden Tipps dabei helfen, das Aufräumen etwas zu beschleunigen:
1. Es geht Schritt für Schritt ins Ziel
Steht man einem unordentlichen Zimmer gegenüber, wirkt die geplante Reinigung wie eine unüberwindbare Aufgabe. Denn das Chaos in einem Raum erscheint umso größer, wenn es sich verteilt und überall gleichzeitig sichtbar ist.
Nun macht es aber keinen Sinn, kopflos von einer Zimmerecke zur nächsten zu laufen. Stattdessen heißt die Devise: Das Einsatzgebiet begrenzen.
Im Wohnzimmer kann man sich zunächst dem unter einem Berg Wäsche, Zeitungen und Co. begrabenen Cordsofa widmen, bevor es mit dem Couchtisch und anschließend dem Fußboden weitergeht.
Wer vor dem Urlaub gleich mehrere Zimmer auf einmal blitzblank putzen möchte, kann das Aufgabengebiet ein wenig erweitern. Statt sich täglich mit einer einzigen Zimmerecke zu beschäftigen, steht die Reinigung des ganzen Raumes auf dem Plan.
Ein Tipp für alle, die Mitbewohner haben: Packen mehrere Hände beim Aufräumen mit an, geht es deutlich schneller als allein. Wichtig ist dabei nur, dass jeder einen eigenen Wirkungsbereich erhält und sich dadurch niemand in die Quere kommt.
2. Alles, was raus muss, muss auch raus
Auch das kennt sicherlich so mancher: Im Zimmer liegen einige Dinge herum, die eigentlich in den Mülleimer gehören. Seien es leere Verpackungen oder kaputte Gegenstände. Beim Aufräumen werden diese aber nicht sofort entsorgt, sondern erst einmal auf einem Tisch oder auf dem Fußboden gestapelt.
Dadurch sieht der Raum aber nicht ordentlicher aus. Stattdessen verlagert sich das Chaos von einer Ecke in die nächste. Ein Anblick, der frustriert und einem auch den letzten Rest Motivation verleiden kann.
Sinnvoller ist es, sich zu Beginn der Aufräumaktion eine große Kiste zur Hand zu nehmen. Auch ein Wäschekorb oder direkt ein Abfallbeutel kommen infrage. Damit geht man durchs Zimmer und entsorgt direkt alle Dinge, die in den Müll wandern sollen.
Am Ende des Rundgangs wartet ein erfreuliches Ergebnis: Die Kiste ist voller und der Raum leerer.
3. Alles gehört an einen festen Platz
Auch Dinge, die nichts im Abfall verloren haben, können in einem Zimmer schnell für Chaos sorgen. Besonders dann, wenn sie eigentlich freie Flächen verstopfen.
Wer das vermeiden möchte, sollte für sämtliche Gegenstände einen festen Platz finden. Das gilt auch für Kleinigkeiten wie die Fernbedienung.
Denn haben Dinge einen Platz, an den sie gehören, fällt das Aufräumen umso leichter. Schließlich entfallen lästige Fragen a la „Und wohin jetzt damit?“.
4. Sauberkeit erfordert Freiheit
Ein vollgestelltes Regal von Staub befreien zu wollen, gestaltet sich meist schwierig. Schließlich dauert es deutlich länger, um Gegenstände herum zu wischen, als eine freie Fläche zu säubern.
Daher gilt beim Putzen eine einfache Faustregel: Nur leere Flächen können richtig gesäubert werden.
Statt sich also direkt mit Staubwedel, Besen und Staubsauger bewaffnet dem Chaos zu stellen, geht es zunächst ans Ausmisten und Aufräumen. Erst danach haben die Putzutensilien ihren großen Auftritt.
Wer immer wieder zwischen Wegräumen, Staubwischen und Saugen wechselt, spart übrigens keine Zeit. Vielmehr kann das Multitasking zu noch mehr Stress und Frust führen.
5. Nie mit leeren Händen gehen
Jeder kennt den alten Spruch: Jeder Gang macht schlank. Doch unnötige Wege kosten Zeit, Energie und ein gewisses Maß an Motivation. Denn wer immer wieder aus einem Raum laufen muss, um das wegzubringen und jenes zu holen, verliert schnell die Lust.
Sinnvoller ist es, die Bewegungen zu nutzen, die sowieso passieren. Beim Gang auf die Toilette etwa lässt sich prima ein Abfallbeutel mit aus dem Zimmer nehmen.
Auch bei einem Rundgang durch den Raum empfiehlt es sich, die Hände in Bewegung zu halten. Hier einen Gegenstand zurechtrücken, dort eine leere Verpackung einsammeln.
Das spart Kraft und kann die Aufräumaktion deutlich beschleunigen.
6. Clevere Helfer nutzen
Geht es an Aufgaben wie das Staubwischen, haben das klassische Staubtuch und der konventionelle Staubwedel ausgedient. Denn oftmals wirbeln sie die Staubschicht nur auf. Nach wenigen Sekunden setzen sich die Partikel wieder auf den Oberflächen ab. Dieser bleibende Grauschleier ist umso ärgerlicher, wenn das Großreinemachen bereits längere Zeit andauert.
Eine gute Alternative zu den Klassikern sind Staubwedel mit statisch aufgeladenen Fasern. Diese ziehen die Staubpartikel an und halten sie fest.
Auch feuchte Tücher kommen zum Staubwischen und Putzen infrage. Schließlich können auch sie die Staubschicht aufnehmen und binden. Wer kein Stofftuch unter den Wasserhahn halten und anschließend verwenden möchte, greift alternativ zu einem Reinigungstuch aus dem Spender. Der Vorteil: Oft sind diese Tücher beduftet, sodass sie auch noch für einen angenehmen Geruch im Zimmer sorgen.
7. Gute Luft macht gute Laune
Die Wohnung ist aufgeräumt und geputzt. Nun empfiehlt es sich, noch einmal die Fenster aufzumachen und ausgiebig zu lüften. Besonders das sogenannte Querlüften ist sinnvoll, um abgestandene Luft aus den Räumen zu jagen und eine frische Brise einzuladen.
Dafür reicht es, zwei gegenüberliegende Fenster zu öffnen und einen leichten Durchzug zu erzeugen.
Zehn Minuten Luftaustausch sind meist genug, damit die Wohnung angenehm frisch duftet. Nun kann es endlich in den wohlverdienten Urlaub gehen.
Aber Achtung: Nicht vergessen, alle Fenster vor der Abfahrt auch wirklich wieder zu schließen.

