Lulu Hacke ist eine deutsche Schauspielerin und Sängerin aus Berlin. Sie ist sowohl als Schauspielerin als auch als Musikerin tätig. Mit ihrer Rolle der Daniela Nowak in der ARD-Serie „Asbest” wurde sie einem breiten Publikum bekannt.
Steckbrief: Lulu Hacke auf einen Blick
Berliner Wurzeln in einer Künstlerfamilie
Ihre Wurzeln sind tief in der Berliner Kulturszene verankert. Lulu Hacke wuchs in einer Berliner Künstlerfamilie auf. Ihre Mutter, Meret Becker, hat sich über Jahrzehnte als eine der vielseitigsten Schauspielerinnen des deutschen Films und Fernsehens etabliert. Ihr Vater, Alexander Hacke, war langjähriger Gitarrist, Bassist und Produzent der avantgardistischen Band Einstürzende Neubauten – ein Name, der weit über die Grenzen Deutschlands hinaus Bekanntheit erlangte.
Bereits 2017 berichtete ihre Mutter Meret Becker in der WDR-Talkshow „Zimmer frei” offen über Lulus Entscheidung, die Schule zugunsten der Musik aufzugeben: „Die Schule ist weg, sie will Musik machen.” Becker zeigte sich dabei unbesorgt: „Eigentlich mache ich mir keine Sorgen – sie spielt Cello, sie ist begabt.” Schon früh erlernte sie mehrere klassische Instrumente – darunter Cello, Klavier und Violine.
Karriere als Schauspielerin
Mit ersten Auftritten baute sie ihre Präsenz auf dem deutschen Film- und Serienmarkt schrittweise aus und bewies dabei ein breites schauspielerisches Spektrum.
Erste Serienrollen
Einen frühen Auftritt hatte sie in der Comedy-Serie „German Genius” (2023), in der sie die Rolle des Leo übernahm. Die Produktion gab ihr Raum, ihr komödiantisches Talent zu beweisen. Kurz darauf folgte ein Gastauftritt in der Krimiserie „SOKO Köln” (2024).
Kinofilm „Es brennt”
Im Spielfilm „Es brennt” (2023) übernahm sie eine tragende Rolle an der Seite von Kida Khodr Ramadan – einem der gefragtesten Schauspieler der deutschen Krimibranche. Der Film feierte seine Premiere auf dem renommierten Filmfest München und traf dort auf ein anspruchsvolles Festivalpublikum.
Durchbruch mit der ARD-Serie „Asbest”
Den entscheidenden Schritt in ihrer Karriere machte sie mit der fünfteiligen ARD-Dramaserie „Asbest“. Lulu Hacke übernahm darin die Hauptrolle der Daniela Nowak – die Partnerin eines jungen Berliner Fußballers, der unschuldig für einen Überfall verurteilt wird und sich hinter Gittern dem Milieu aus Korruption und organisiertem Verbrechen gegenübersieht.
Die erste Staffel der ARD-Dramaserie „Asbest” wurde von Kida Khodr Ramadan inszeniert, mit dem Lulu Hacke bereits bei „Es brennt” zusammengearbeitet hatte. Die Serie erreichte bis Anfang März 2023 knapp zehn Millionen Abrufe in der ARD Mediathek und ist damit die bislang erfolgreichste Serie auf der Plattform. Eine zweite Staffel folgte am 5. Dezember 2025 – diesmal unter der Regie von Olivia Retzer und Juri Sternburg, während Kida Khodr Ramadan als Schauspieler zurückkehrte. Lulu Hacke war erneut in zentraler Rolle zu sehen.
Musik unter dem Namen Lusah
Parallel zu ihrer Arbeit als Schauspielerin verfolgt sie eine eigenständige musikalische Laufbahn. Unter dem Künstlernamen Lusah veröffentlichte sie 2024 ihr erstes Album, das auf Plattformen wie Amazon Music und Apple Music erhältlich ist. Zudem trat sie unter dem Namen Lusah bei einer Veranstaltung von Einstürzende Neubauten auf, wo sie eine neue EP präsentierte.
Vielseitige Fähigkeiten vor und hinter der Kamera
Neben ihrer schauspielerischen Tätigkeit bringt Lulu Hacke eine Reihe weiterer Fähigkeiten mit. Dazu zählen musikalische Kenntnisse auf klassischen Instrumenten – Klavier, Violine und Cello – sowie Gesang und körperliche Ausdrucksstärke. Laut ihrem Agenturprofil bei Talent Republic zählen zu ihren Fähigkeiten unter anderem Reiten, Akrobatik und Trapez. Zudem ist sie sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch vor der Kamera einsetzbar.
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Anerkennung im deutschen Film- und Seriengeschäft
Innerhalb weniger Jahre hat sich Lulu Hacke in einem Markt behauptet, der Nachwuchstalenten selten schnell Raum gibt. Ihre Festivalerfahrung durch „Es brennt” beim Filmfest München ist ebenso dokumentiert wie die knapp zehn Millionen Abrufe der ARD-Serie „Asbest” in der ARD Mediathek. Hinter den Kulissen bewies sie zudem handwerkliches Geschick: Bei der 2024er Produktion „Geister” war sie als Key Makeup Artist tätig – ein Hinweis darauf, dass ihr Interesse an filmischer Arbeit über das Spielen von Rollen hinausgeht.
Lusah: Musikkarriere zwischen Bühne und Studio
Ihre musikalische Tätigkeit unter dem Namen Lusah begann früher als ihre Filmkarriere. Bereits 2021 trat sie als Lusah unplugged bei einem Outdoor-Konzert gemeinsam mit ihrer Mutter Meret Becker und Musiker Kai Schoormann auf. In der offiziellen Fortsetzungsankündigung der ARD Degeto vom 14. März 2023 nannte Redaktionsleiter Christoph Pellander Lulu Hacke namentlich als einen der „Shootingstars” der Serie: „Mit dabei sind außerdem wieder Autor Juri Sternburg sowie die Shootingstars Xhidi Koder Alian als Momo und Lulu Hacke als dessen Freundin Daniela.” Neben ihrer Arbeit vor der Kamera wird sie in einer BR-Fernsehen-Produktion aus dem Jahr 2026 im Maskenbild-Team geführt.

