Wer die Tagesschau einschaltet, ist seinem Namen schon begegnet: Ramin Sina. Der deutsche Fernsehjournalist berichtet seit Januar 2022 als ARD-Auslandskorrespondent aus Kairo. Er sendet regelmäßig für Tagesschau, Tagesthemen und Weltspiegel und berichtet aus dem Nahen Osten sowie dem afrikanischen Kontinent.
Steckbrief
Von Stuttgart in die Welt
Ramin Sina wurde am 11. März 1990 in Tübingen geboren und wuchs in Stuttgart auf. Für sein Bachelorstudium in Nahostpolitik zog er an die Philipps-Universität Marburg und verbrachte ein Auslandssemester an der Universität Kairo. Anschließend absolvierte er seinen Master in Internationalen Beziehungen an der Universität Pavia, Italien.
Bereits während des Studiums war er als Sportreporter tätig und begleitete die FIFA-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien journalistisch.
Erste Schritte beim SWR
2017 begann Ramin Sina sein Volontariat beim Südwestrundfunk (SWR). In den folgenden Jahren berichtete er aus dem Stuttgarter Landtag — für SWR-Nachrichtensendungen und das Politikmagazin Zur Sache Baden-Württemberg. Wahlen, Debatten und tagespolitische Themen gehörten zu seinem täglichen Aufgabenbereich.
Parallel dazu moderierte er den Auslandspodcast Sack Reis – was geht Dich die Welt an?, produziert von DASDING und der SWR-Auslandsredaktion. Das Format behandelte globale Themen und richtete sich an ein breites, junges Publikum.
Ausgezeichnete Arbeit: Der Geisendörfer-Preis
Im Jahr 2021 wurde Ramin Sina mit dem Robert-Geisendörfer-Preis ausgezeichnet — in der Kategorie Hörfunk. Die Auszeichnung würdigte seine Arbeit am Podcast Sack Reis. Der Preis gilt als eine der renommiertesten Anerkennungen im deutschen Medienbetrieb und wird von der Evangelischen Kirche vergeben. Er ehrt Medienbeiträge, die journalistische Qualität mit gesellschaftlicher Verantwortung verbinden.
Krisenreporter im Einsatz
Den ersten großen internationalen Einsatz erlebte Ramin Sina 2020 bei der Explosion im Hafen von Beirut. Seit Januar 2022 ist er fest als ARD-Auslandskorrespondent in Kairo stationiert.
Zu seinen bestätigten Einsätzen als Korrespondent gehören:
FIFA-Weltmeisterschaft 2022 in Katar
Krieg in Sudan ab 2023
UN-Klimakonferenz COP28 in Dubai 2023
Humanitäre Lage im Jemen
Damaskus nach dem Ende des Assad-Regimes
Berichterstattung vor Ort
Was Ramin Sinas Berichte kennzeichnet, ist die Nähe zu den Menschen vor Ort. Er berichtet nicht nur über Ereignisse, sondern auch darüber, wie diese das Leben der Betroffenen verändern — ob in Geflüchtetenlagern im Sudan, auf den Straßen Kairos oder in Beirut.
Sprachen als Arbeitsinstrument
Ramin Sina spricht Deutsch, Englisch, Italienisch, Arabisch und Persisch. Diese Sprachkenntnisse ermöglichen es ihm, Interviews und Gespräche direkt mit den Beteiligten zu führen. Gerade im arabischsprachigen Raum erlaubt ihm dies, direkt mit Gesprächspartnern vor Ort, mit politischen Akteuren und mit Betroffenen zu kommunizieren, deren Aussagen er in seine Berichte einbindet.
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Journalismus für ein breites Publikum
Ramin Sinas Berichte richten sich nicht ausschließlich an ein Fachpublikum. Ob es um den Krieg im Sudan, die UN-Klimakonferenz in Dubai oder die Lage im Libanon geht — er bereitet komplexe Themen so auf, dass sie für ein allgemeines Fernsehpublikum nachvollziehbar werden. Diesen Ansatz verfolgt er in Fernsehbeiträgen, im Radio und in Podcast-Formaten.
Seine Berichte sind regelmäßig in den meistgesehenen deutschen Nachrichtensendungen zu sehen — über Themen, die von Ägypten über den Sudan bis in den Jemen reichen.

